(Dieser Beitrag entstand für meinen Wirtschaftsblog bei Germaniacs und wird hier nur geparkt bis der Umzug abgeschlossen ist)
In den letzten Tagen gab es viel über studiVZ zu lesen. Zum ersten mal hatte Wer-kennt-wen mehr Zugriffe als die Berliner. Die nächste Nachricht war, dass die Gründer Dennis Bemmann und Michael Brehm den Communitybetreiber verlassen, allerdings laut netzwertig geplant. Heute muss man leider lesen, dass studiVZ seine Communities in Frankreich, Spanien, Italien und Polen im nächsten Jahr dicht macht.
Ersatzweise soll es für diese Länder einen englischsprachigen Zugang zu meinVZ geben. Das diese mehr als halbherzige Lösung angenommen wird, darf bezweifelt werden. Damit überlässt studiVZ diese Länder dem Konkurrenten Facebook, der jeweils Interfaces in der jeweiligen Heimatsprache anbietet.
Den polnischen Markt kann ich etwas einschätzen. Viele Polen akzeptieren nur polnische Dienste. Nasza-Klasa ist ein sehr beliebtes Social Network, welches ein überstarker Mitbewerber ist, das mich allerdings eher an Stayfriends/Classmates erinnert. Auch sollte man nicht vergessen, dass selbst der Monopolist eBay bisher in Polen gescheitert ist und nur die zweitgrösste Auktionsplattform darstellt. In Polen kann man nur bestehen, wenn man eine polnische Firma gründet und einen polnischen Manager einsetzt, der nicht nur den Markt dort kennt, sondern vorallem das Unternehmen nach aussen repräsentiert.
Einen interessanten Beitrag über studiVZ hat auch zweipunktnull geschrieben.
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